Coro­na-Sofort­hil­fen: Betrie­be nicht in den Ruin treiben!

Die Rück­for­de­run­gen der Coro­na-Sofort­hil­fen sor­gen im Hoch­tau­nus­kreis für wach­sen­de Unru­he in der Wirt­schaft. Der FDP-Hoch­tau­nus zu Fol­ge, gera­ten zahl­rei­che klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men durch die aktu­el­le Pra­xis des Lan­des in Hes­sen in mas­si­ve Schwie­rig­kei­ten. Wäh­rend Bun­des­län­der wie Bay­ern oder Sach­sen kulant vor­ge­hen und teils Raten­zah­lung oder Erlass­mög­lich­kei­ten anbie­ten, setz­te Hes­sen auf ein star­res büro­kra­ti­sches Rück­mel­de­ver­fah­ren. Lan­des­weit sei­en bereits mehr als 1700 Rück­for­de­rungs­be­schei­de ver­schickt – auch Unter­neh­men im Hoch­tau­nus­kreis sind davon betroffen.

„Die Rück­for­de­rungs­wel­le trifft vor allem klei­ne Gas­tro­no­mie- und Hand­werks­be­trie­be bei uns im Kreis“, erklärt Ascan Ire­di, Kreis­vor­sit­zen­der der FDP-Hoch­tau­nus. „Die Hil­fen wur­den damals ord­nungs­ge­mäß für Mie­te, Ener­gie­kos­ten und lau­fen­de Aus­ga­ben ver­wen­det. Nun sol­len die Betrie­be inner­halb von nur 14 Tagen in der Som­mer­pau­se reagie­ren – das ist völ­lig pra­xis­fern. Statt Ent­las­tung gibt es zusätz­li­che Büro­kra­tie. Ande­re Bun­des­län­der zei­gen, dass es auch bes­ser geht.“

Auch der FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de und Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Ste­fan Naas warnt vor den Fol­gen: „In Gesprä­chen mit Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mern wird deut­lich: Es han­delt sich nicht um Miss­brauch, son­dern ehr­li­che Betrie­be, die in der Pan­de­mie ums Über­le­ben gekämpft haben. Gera­de klei­ne Gast­hö­fe, Cafés und Hand­werks­be­trie­be müs­sen jetzt Rück­la­gen oder Alters­vor­sor­ge auf­brau­chen, um Rück­for­de­run­gen zu bedie­nen. Das ist nicht nur unge­recht, son­dern gefähr­det auch Arbeits­plät­ze im länd­li­chen Raum.“

Die FDP im Hoch­tau­nus­kreis for­dert die Lan­des­re­gie­rung auf, sich an den Lösun­gen ande­rer Bun­des­län­der zu ori­en­tie­ren und fle­xi­ble Rege­lun­gen wie Raten­plä­ne, Mora­to­ri­en oder Erlass­mög­lich­kei­ten ein­zu­füh­ren. Zudem müs­se das Ver­fah­ren rechts­si­cher gestal­tet wer­den, um klei­ne Betrie­be nicht durch pau­scha­le Rechen­mo­del­le in Exis­tenz­not zu brin­gen. „Wir brau­chen eine fai­re, unbü­ro­kra­ti­sche Lösung, die den Betrie­ben gerecht wird. Hes­sen darf die Last nicht auf dem Rücken der­je­ni­gen abla­den, die wäh­rend der Pan­de­mie Ver­ant­wor­tung über­nom­men und Arbeits­plät­ze gesi­chert haben“, so Naas und Ire­di abschließend.

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